Stephan Griebel

Einsichten, Aussichten und anderes

Mathe ist überall (60) – Hägar eröffnet die Monatssitzung des Clubs der Lügner

Posted by sjgriebel - 17. September 2014

Hägar konfrontiert mit dem Paradoxon des Epimenides (Lügner-Paradox). Gefunden im Münchner Merkur, 12.9.2014

Hägar eröffnet die Monatsversammlung des Clubs der Lügner

Hägar eröffnet die Monatsversammlung des Clubs der Lügner

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Braucht es wirklich ein eigenes Schulfach „Medienkompetenz“?

Posted by sjgriebel - 17. August 2014

Dieser Tage habe ich wieder mal ein Papier gelesen, in dem die Einführung eines Schulfaches Medienkompetenz gefordert wurde. Unter anderem soll in diesem Fach vermittelt werden, dass man auf seine persönlichen Daten Acht geben soll (meine Formulierung, nicht die des Autors).

Einerseits erscheint mir dies vernünftig. Unsere Spezies war im Laufe der letzten paar hunderttausend Jahre nicht mit den Gefahren einer unüberlegten Preisgabe persönlicher Daten konfrontiert und damit nicht gefordert, entsprechende Rezeptoren oder Verhaltensmuster auszubilden. Und unsere Gesellschaft ist auch erst seit relativ kurzer Zeit mit dieser Frage befasst. Weshalb also nicht?

Andererseits stellt mir die Frage, weshalb nicht im gleichen Papier gefordert wird, dass sich Datensammler endlich an Recht und Gesetz halten, oder soweit dies noch nicht existiert, ein solches geschaffen und nachgehalten wird. Bloß weil ich mein Fahrrad nicht abschließe, räume ich anderen damit noch lange nicht das Recht ein, es nach eigenem Gutdünken oder sogar zu meinem Schaden zu nutzen. Klar muss ich mir eine Teilschuld  zurechnen lassen. Die eigentliche Schuld liegt immer noch bei dem, der sich unberechtigt an meinen Daten vergangen hat. Er hätte meine  Unachtsamkeit nicht ausnutzen müssen. Oder musste er?

Ich gehe zugunsten des Autors einfach mal davon aus, dass die angesprochene weitergehende Regulierung der Datennutzung in dem Papier keine Aufnahme gefunden hat, weil sich in überschaubaren Zeiträumen die rechtliche Situation ohnehin zugunsten der Nutzer geklärt haben wird. Nur wenn das so ist, braucht es dann wirklich noch ein eigenes Schulfach Medienkompetenz?

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Verbreitern digitale Medien die Kluft zwischen Jungs und Mädchen – zugunsten der Mädchen?

Posted by sjgriebel - 17. August 2014

Vielleicht liege ich mit meiner Frage ja völlig falsch. Dennoch:  Mein Eindruck ist, dass in der Diskussion um Digitale Medien in einem erheblichen Maße 1) auf prozessorientierte Kompetenzen (u.a. Kommunikation in einen sehr breiten Sinne) fokussiert wird, die sich 2) mit sozialen Medien besonders gut abbilden lassen.

Soziale Medien sind, auch wenn man Videos, Grafiken oder sonst was einbetten kann, in erster Linie textbasiert. Um sinnvoll mitzutun, muss man sich also schriftlich ausdrücken können. Machen wir es damit Lernenden, die mit schriftlicher Kommunikation auf Kriegsfuß stehen, nicht besonders schwer? Etwas platt ausgedrückt: Bestimmt die Deutsch-Note zukünftig dann auch die Mathe-Note? Oder umgekehrt: Wer gute Noten in Deutsch hat, hat’s auch in Mathe leichter?

Provozierend zugespitzt (angelehnt an die Ergebnisse der DESI Studie) : Geraten damit die (einsilbigen) Jungs, hinter den (sprachbegabten) Mädchen noch weiter in Rückstand?

Verbreitern also digitale Medien die Kluft zwischen Jungs und Mädchen – zugunsten der Mädchen?

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Mathe ist überall (59) – Mann des Vitruv als Signet eines Rock-Festivals

Posted by sjgriebel - 21. Juli 2014

Die wohl bekannteste Darstellung des „Mann des Vitruv“ stammt von Leonardo da Vinci. Man findet sie vielerlei verwendet z.B. auf der italienischen 1-Euro Münze der der elektronischen Gesundheitskarte. Oder auch verfremdet als Signet des Rock am Bad Festivals in Mittermarchenbach.

Übrigens: Klaus Schröer hat gemeinsam mit Klaus Irle da Vincis Proportionsstudie genauer untersucht und dabei einen Algorithmus zu Bestimmung von Pi entdeckt. Genaueres dazu in seinen Buch „Ich aber quadriere den Kreis…“ erschienen beim MV-Verlag, Münster 2007 (Erstauflage 1998), ISBN: 978-3-86582-547-6.  Oder als Vortrag von Hubert Weller auf der ACDCA Tagung 1999 in Gösing dargestellt unter Nutzung des CAS Derive und DGS Cabri Geometry II.

Mann des Vitruv mit E-Gitarre

Mann des Vitruv mit E-Gitarre

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vocational school: Lehrersein ist eine Berufung

Posted by sjgriebel - 21. Juli 2014

Vielleicht geht es nur mir so, doch schwingt in meinen Ohren im Englischsprachigen Begriff „vocational school“ viel mehr der Geist der Berufung (lateinisch: vocatio) mit als beim deutschen Analogon der „Berufsschule“. Stehe ich damit alleine oder empfinden andere ebenso?

Ich bin der festen Überzeugung, dass alle Lehrerinnen und Lehrer – von nur ganz, ganz wenigen Ausnahmen abgesehen – diesen, ihren Beruf aus Idealismus heraus ergriffen haben. Leider wird dieser Idealismus allzuoft in unserem Schulsystem im Laufe der Jahre verschüttet. Wäre es nicht schön, wenn alle Lehrerinnen und Lehrer sich wieder an den Moment ihrer Berufung erinnern würden? Als sie damals entschieden haben, diesen Lebensweg einzuschlagen? Und wenn sie sich jeden Morgen daran erinnern würden, um tagsüber in der Schule vor der Klasse daran anzuknüpfen? Ich für meinen Teil wünsche es ihnen von ganzen Herzen.

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Drei Schwächen im deutschen Bildungssystem

Posted by sjgriebel - 21. Juli 2014

Meine berufliche Tätigkeit ermöglicht es mir, Einblick in die Bildungssysteme vieler anderer Länder zu bekommen. Dazu zählen die vergleichsweise wohlhabenden Länder West-, Zentral- und Nordeuropas, unsere süd- und osteuropäischen Nachbarländer aber auch mehrere Länder des Nahen Ostens. Im Vergleich mit vielen dieser Länder muss bei uns vieles ziemlich gut laufen, sonst ginge es uns nicht so gut und wir würden nicht so beneidet. Andererseits könnten wir meiner Meinung nach noch viel besser sein, wenn wir folgende drei grundlegende Schwächen unseres Systems angehen würden. Diese sind in meinen Augen:

1) Dürftige finanzielle Ausstattung

2) Ständiges Herumbasteln an den äußeren Strukturen

3) Selbstverständnis der Lehrerinnen und Lehrer und Wertschätzung des Lehrberufes in der Öffentlichkeit

 

@1)  Dürftige finanzielle Ausstattung:

Laut Eurostat lagen die Bildungsausgaben in Deutschland 2011 bei 4.98% des BIP, der EU Durchschnitt bei 5.25%. Das Geld nicht alles ist, sieht man an Schweden. Die Bildungsausgaben sind mit 6.82% fast zwei Prozentpunkte höher als bei uns, gleichwohl ist man dort mit seinem System gar nicht zufrieden. Andererseits halte ich die Diskussion über unsanierte Schultoiletten für beschämend, die Begründungen für die Schulschließungen in ländlichen Gebieten für demütigend und den jährlich wiederkehrenden Kampf um Lehrerstellen für haarsträubend.

@2) Ständiges Herumbasteln an den äußeren Strukturen:

In keinem anderen mir bekannten Land wird so heftig über äußere Schulstrukturen diskutiert wie in Deutschland. Ständig werden neue Schulformen erfunden, in der Hoffnung und Erwartung, dass sich dann schon alles zum Besseren wenden wird. Und wenn nicht, auch egal, dann erfinden wir halt was Neues.

Nehmen wir zum Beispiel die Schulformen der Sekundarstufe 1: Sind die Unterschiede zwischen Hauptschule, Realschule, Regionalschule, Regelschule, Sekundarschule, Mittelschule, Oberschule, Realschule plus, Erweiterte Realschule, Gesamtschule und Gymnasium in der Sek1 wirklich so groß, dass man dafür 11 Schulformen benötigt? Dabei sind die verschiedenen Zweige oder sonstiges noch gar nicht berücksichtigt! Ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen. Was hier an Zeit, Geld und Energie verbrannt wird? Wo könnten wir stehen, wenn wir uns nur endlich mal auf ein Modell einigen könnten.

@3) Selbstverständnis der Lehrerinnen und Lehrer und Wertschätzung des Lehrberufes in der Öffentlichkeit:

In noch keinem anderen Land ist mir ein Spruch entgegengeschlagen wie „Ich bin ja nur Lehrer.“ Woher kommt dieses Sich-klein-machen nur her? Laut Allensbach Studie von 2013  ist Lehrer einer der angesehensten Berufe in Deutschland. Kein Arzt oder Handwerker stellt sein Licht derart unter den Scheffel: „Asche auf mein Haupt. Ich bin ja nur xyz.“ Der bescheidene Auftritt ehrt unsere Lehrerinnen und Lehrer, doch während andere lediglich ihren Jobs nachgehen, haben Lehrerinnen und Lehrer die Möglichkeit, ihren Beruf (Berufung!) zu leben. Tut dies und strahlt dies auch aus.

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Digitale Medien an Schule – Das Gesamtkonzept multiplikativ denken!

Posted by sjgriebel - 15. April 2014

Beruflicherseits beobachte ich immer wieder mit Kopfschütteln, wie vorhersehbar diverse one-to-one Projekte in Schulen scheitern. Man startet hochmotiviert, versucht sich durch die Schwierigkeiten zu beissen und muss am Ende doch entnervt die Segel streichen. Es macht mich traurig zu sehen, dass immer noch so oft viel Zeit und Energie, schlicht Lebenskraft sinnlos vergeudet wird. Interessanterweise scheinen Großprojekte noch häufiger betroffen als Schulen, die sich alleine und gemeinsam mit anderen auf den Weg machen. Häufigster Grund für das Scheitern ist wohl, dass die Projekte nicht komplett durchdacht sind, und schon gar nicht durchfinanziert. Zumeist reicht das Geld für schmucke Endgeräte, ein paar interaktive Tafeln und ein klein bisschen hier und da, doch Software und Content sollen sich die Lehrkräfte bitte selbst zusammengooglen, und die Erste Schritte Fortbildung zur Einführung muss auch reichen. Klar, dass solche Projekte scheitern müssen.

Der grundlegende Fehler – im kleinen, und erst recht im großen – ist wohl, dass die Komponenten des Konzeptes additiv gedacht werden:

Erfolgreiches Gesamtkonzept = Infrastruktur + Endgeräte + Software + Fortbildung + Content + x

Wenn eine Komponente ausfällt, also z.B. Fortbildung gleich Null, so kann man nach dieser Vorstellung immer noch erfolgreich sein. Schliesslich gibt es genügend andere Summanden, die eine positiven Beitrag leisten. Nach der Vorstellung läßt sich der Ausfall eines Teilbereiches dadurch auffangen, dass man einer anderen (oder mehrere) moderat vergrößert.

In meinen Augen richtig wäre, die Komponenten multiplikativ zu betrachten. Leider geschieht genau dies viel zu oft nicht.

Erfolgreiches Gesamtkonzept = Infrastruktur * Endgeräte * Software * Fortbildung * Content * x

Der Unterschied zum ersten Ansatz? Ganz einfach: Fällt auch nur eine einzige Komponente aus, dann war’s das mit dem Erfolg. Mathematisch gesprochen: Ein Produkt ist Null, wenn einer der Faktoren Null ist. Interessanterweise ist das Produkt auch dann fast Null, wenn bereits einer der Faktoren fast Null ist. Denn zum Ausgleich müßten die anderen Faktoren (mindestens einer) überproportional groß werden. Was ziemlich offensichtlich keinen Sinn macht: fünfmal mehr Infrastruktur gleicht kaum ein fünftel Content aus. Stichwort: ‚Antiproportionale Zuordnung‚. Oder für die Oberstufler: Limes von 1/x für x gegen Null.

Im Falle der digitalen Endgeräte ist es klar: Keine digitalen Medien im Schülerhand, kein one-to-one. Klar ist auch, dass es ohne eine gewisse Infrastruktur nicht geht. Ohne vernünftige Software läßt sich nicht unterrichten. Ohne ausreichende Fortbildung und ohne Content aber auch nicht. Wenn man sich die multiplikative Struktur der ‚Konzeptgleichung‘ erst mal richtig bewußt gemacht hat, ist völlig einleuchtend, dass keine Komponente verzichtbar ist. Alle Komponenten sind gleichermaßen notwendig. Keine einzige ist für sich alleine hinreichend.

Ach übrigens, ich verstehe die oben genannten Kompontenen in einem sehr breiten Sinne. Infrastruktur umfasst nicht nur Whiteboards, Server und Breitband, sondern auch schlicht ausreichend Steckdosen und ganz essentiell auch Service. Software bedeutet für mich mehr als einen Browser und ein paar zusammengeklickte Apps für lau. Fortbildung hört nicht bei der (Bedien-)Einführung auf, sondern begleitend jeden bis er’s oder sie’s didaktisch und methodisch in seinem/ihrem Fach drauf hat. Und Content wird auch nicht einfach wild zusammenkopiert, sondern da steht ein fundierter konzeptioneller Rahmen dahinter.

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Mathe ist überall (58)

Posted by sjgriebel - 6. April 2014

Mathe-in-der-Schule-Cartoon im Kontext antiautoritärer Erziehung.

Nic Ebert – Die genaue Urzeit, gefunden in: Forum Schule, 1/2014

Mathe in der Schule Cartoon

Mathe in der Schule Cartoon

 

 

 

 

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Mathe ist überall (57)

Posted by sjgriebel - 6. April 2014

Schmecken nach Zahlen – Smoothies vom The Fruit Lab der ELKA FRISCHE GmbH.

Gefunden bei unserem Firmencaterer.

 

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Schmecken nach Zahlen – Smoothie von The Fruit Lab von ELKA FRISCHE GmbH

 

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