Stephan Griebel

Einsichten, Aussichten und anderes

Das beste Medium für den Unterricht

Posted by sjgriebel - 29. November 2010

Viele Diskussionen bzgl. des Einsatzes von elektronischen Medien im Unterricht werden über die Frage geführt, ob dieses oder jenes Medium das bessere sei. Besser wird hierbei allzu oft auf eine schlicht funktional-technische Dimension reduziert. Letztlich werden also tatsächliche oder den Vorlieben des Autors entsprechende Funktionalitäten (auf)gezählt. Die Listung von Quantitäten alleine genügt nicht, klärt allenfalls die Frage nach dem mehr nicht jedoch nach den besser.

Entscheidend ist eine andere Frage, nämlich: besser wozu? Welche Vorstellung von Unterricht hat man, die sich mit dieser oder jener Technologie besser verwirklichen lässt? Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten, welches Wissen und welche Kompetenzen möchte man unseren jungen Menschen mit auf dem Weg geben, um sie für ihr Leben und damit unsere Zukunft besser zu rüsten?

Niemand kann mit Bestimmtheit unsere Zukunft vorhersehen. Daher erscheint es klug, unseren Kindern möglichst viele verschiedene Kompetenzen an die Hand zu geben. Es erscheint unwahrscheinlich, dass es ein Medium geben kann, welches ausnahmslos allen Zielen besser gerecht wird als ein anderes. Damit kann es kein absolut bestes Medium geben, sondern immer nur ein bestes hinsichtlich bestimmter, ausgewählter Aspekte. Wenn es nun aber das eine Medium nicht geben kann, dann folgt daraus, dass man sich mit dem Gedanken anfreunden sollte, dass unsere Schülerinnen und Schüler in Zukunft auf eine Vielfalt von elektronischen Medien zurückgreifen werden. Abhängig von Alter, Schulart und Fach; entsprechend den persönlichen Vorlieben und passend zum Zweck.

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2 Antworten to “Das beste Medium für den Unterricht”

  1. Jaaaaeeeein.

    Den Andeutung zum Unterricht stimme ich. Die Diskussion dreht sich tatsächlich oft um die Medien statt um die Inhalte und die Frage, welche Ziele der Unterricht verfolgt und welche Methoden und Medien _dazu_ angemessen sind. Es geht um Inhalte und Kompetenzen. Und von diesen erscheint mir eine sehr wichtig: Strategien entwickeln können, um mit heut noch gar nicht bekannten Herausforderungen umgehen zu können. Wie nähere ich mich neuen Fragestellungen etc.

    Aber:

    Nicht nur die Ziele der Schule gilt es im Blick zu behalten, sondern auch Tendenzen, die diese ad absurdum führen können, wenn die Medienwirklichkeit vieler Jugenlicher nicht berücksichtigt wird. Die Frage müsste also nicht heißen, welche Medien in der Schule eingesetzt werden sollen, sondern, wie mit dem Einsatz der Medien, insbesondere des Internets, durch die Schüler zuhause umgegangen wird, damit die Ziele erreicht werden können.

    Das muss nicht zu der Frage nach den eingesetzten Medienarten im Unterricht führen, aber ganz sicher muss es zu der Frage führen, welche Konsequenzen die mediale Wirklichkeit für die Schule hat.

    • sjgriebel said

      Ich gebe zu, dass ich bislang kein übermäßiger Freund von Internet im Unterricht war und sicherlich auch immer noch nicht bin. Zu oft habe ich wenig sinnstiftenden Umgang mit diesem Medium beobachtet. Dies lag wohl an einem Mangel an effektiven Lernaufgaben und einem zuviel an nicht-nachhaltigen Zusammentragen von Wissensschnipseln. Dein Vorschlag durch ‚kompetenzorientierten‘ Unterricht eine Lernprogression zu erreichen, erscheint mir ein zielführender Ansatz.

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