Stephan Griebel

Einsichten, Aussichten und anderes

Archive for März 2011

A. Heyne, A. Heyne: Leonhard Euler

Posted by sjgriebel - 21. März 2011

Das Leben des großen Mathematikers Leonhard Euler in einem unterhaltsamen Comic aufbereitet. Das Leben des Menschen Leonhard Euler und sein Schaffen in einer unruhigen und aufregenden Zeit. Nicht ganz ernst gemeint. Mit flotter Feder gezeichnet.

A. Heyne, A. Heyne: Leonhard Euler – Ein Mann, mit dem Mann rechnen kann. Birkhäuser, Basel, 2007, ISBN: 978-3-7643-7779-3

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C. Paolini: Brisingr (Energieerhaltung bei Anwendung von Magie)

Posted by sjgriebel - 21. März 2011

Im „Inheritance Cycle“ (deutsch: Eragon), einer preisgekrönten Fantasyroman-Reihe (bislang erschienen: Eragon, Eldest, Brisingr) von Christopher Paolini besitzen einige Akteure die Fähigkeit, Magie einzusetzen. Die Energie, die sie dabei aufbringen müssen, ist genau so groß, als wenn sie dieselbe Handlung ohne den Einsatz von Magie verrichten würden. In dieser Erzählung gelten in einem gewissen Sinne also immer noch naturwissenschaftliche Gesetze, insbesondere der Energieerhaltungssatz. Dies macht diese Reihe zu einer potentiellen Fundgrube für den mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterricht.

In Band 3 „Brisingr“ rettet der Held, Eragon, sich und einen kurz zuvor befreiten Gefangenen, Sloan, durch mehrere Sprünge von der auf einer Bergspitze befindlichen Festung bis hinunter ins Tal, um der Verfolgung durch seine Feinde zu entkommen. Eragon setzt dabei seine magischen Kräfte ein, um den Fall soweit abzubremsen, dass er und Sloan beim Landen jeweils nicht zu schaden kommen. Unten angekommen bricht er völlig erschöpft zusammen:

„… His right side was burning from supporting Sloan’s weight, so Eragon shifted the butcher onto his other shoulder. He blinked away the beads of sweat that clung to his eyelashes as he struggled to solve the problem of how he was supposed to transport Sloan and himself  five thousand-some feet to the ground.

“It’s almost a mile down,” he murmured. “If there was a path, I could easily walk that distance, even with Sloan. So I must have the strength to lower us with magic…Yes, but what you can do over a length of time may be too taxing to accomplish all at once without killing yourself. As Oromis said, the body cannot convert its stockpile of fuel into energy fast enough to sustain most spells for more than a few seconds. I only have a certain amount of power available at any given moment, and once it’s gone, I have to wait until I recover….And talking to myself isn’t getting me anywhere.”

Securing his hold on Sloan, Eragon fixed his eyes on a narrow ledge about a hundred feet below. This is going to hurt, he thought, preparing himself for the attempt. Then he barked: “Audr!”

Eragon felt himself rise several inches above the floor of the cave. “Fram,” he said, and the spell propelled him away from Helgrind and into the open space, where he hung unsupported, like a cloud drifting in the sky. Accustomed as he was to flying with Saphira, the sight of nothing but thin air underneath his feet still caused him unease.

By manipulating the flow of magic, Eragon quickly descended from the Ra’zac’s lair – which the insubstantial wall of stone once again hid – to the ledge. His boot slipped on a loose piece of rock as he alighted. For a handful of breathless seconds, he flailed, searching for solid footing but unable to look down, as tilting his head could send him toppling forward. He yelped as his left leg went off the ledge and he began to fall. Before he could resort to magic to save himself, he came to an abrupt halt as his left foot wedged itself in a crevice. The edges of the rift dug into his calf behind his greave, but he did not mind, for it held him in place.

Eragon leaned his back against Helgrind, using it to help him prop up Sloan’s limp body. “That wasn’t too bad,” he observed. The effort has cost him, but not so much that he was unable to continue. …“

aus: Christopher Paolini: Brisingr, Random House Children’s Books, London, 2009, S. 67f, ISBN: 978-0-552-55996-6

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Hergé: Tim und Struppi – Der Sonnentempel

Posted by sjgriebel - 21. März 2011

Herrlich wie Captain Haddock angesichts der drohenden Hinrichtung wegen Frevelung des Sonnengottes immer mehr verzweifelt, während Tim auf die Wissenschaft vertrauend die angesetzten Hinrichtungstermin ruhig entgegenblickt. Wohl dem, der sich mit Sonnenfinsternissen auskennt.

Hergé: Tim und Struppi Band 13: Der Sonnentempel, Carlsen Comics, ISBN 978-3-551-73233-0

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Logicomix

Posted by sjgriebel - 21. März 2011

Wer Mathematik und Logik bislang für staubtrockene Wissenschaften und ihre Vertreter für blutleere Geschöpfe hielt, bekommt dank der Graphic Novel Logicomix einen gänzlich anderen und herzlich erfrischenden Blick auf die aufregenden Seiten dieser Gebiete und ihrer Protagonisten. Das Ringen der Menschen hinter den abstrakten Begriffen, ihre von visionären Überzeugungen getriebene Suche nach den Grundlagen ihrer Wissenschaft macht ebendiese höchst greifbar und lebendig. Die Ideen werden zu Produkten ihrer menschlichen Leidenschaften, oft an der Grenze zwischen Genie und Wahnsinn, immer auf der Suche nach den tieferen Wahrheiten unseres Seins.
Empfohlen für Mathematiker, die bislang vergeblich versuchten, ihren Freunden zu vermitteln, was sie an ihrer Wissenschaft so fasziniert.
A. Doxiadis, C. Papadimitriou: Logicomix, Atrium Verlag, Zürich 2010, ISBN: 978-3-85535-069-8

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Albrecht Beutelspacher: ‚Das ist o.B.d.A trivial‘ und ‚In Mathe war ich immer schlecht‘

Posted by sjgriebel - 21. März 2011

Klassiker der mathematikhaltigen Unterhaltungsliteratur. Sehr kurzweilig erzählt der Autor vom verzweifelten Ringen der nicht-mathematischen Menschen mit diesen Sujet und ihren Vertretern. Dass Mathematik spannend und aufregend, kreativ und ästhetisch sein kann, erschließt sich außer den Insidern nur ganz wenigen. Höchste Zeit für alle anderen, das Mathematikum in Giessen zu besuchen.

Albrecht Beutelspacher: In Mathe war ich immer schlecht… 5. aktualisierte Auflage, Vieweg + Teubner, Braunschweig und Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-8348-0774-8

Albrecht Beutelspacher: Das ist o.B.d.A. trivial! 9. aktualisierte Auflage, Vieweg + Teubner, Braunschweig und Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-8348-0771-7

 

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Nachlese zur Initiative D21 Bildungsstudie: Digitale Medien in der Schule

Posted by sjgriebel - 1. März 2011

Laut der kürzlich durch die Initiative D21 veröffentlichten Bildungsstudie: Digitale Medien in der Schule haben die deutschen Schulen einen deutlichen Nachholbedarf im Bereich der digitalen Medien. In dieser Sonderstudie zum (N)Onliner Atlas 2011 durchgeführt von TNS Infratest und unterstützt durch Cornelsen und Texas Instruments wurden über 300 Lehrerinnen und Lehrer aus allen deutschen Bundesländern in einem persönlichen Interview nach ihren Einstellungen zum Einsatz digitaler Medien insbesondere im mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht befragt. Die Ergebnisse sind in der Tat ernüchternd, zeigen jedoch auch Ansatzmöglichkeiten wie die weitere Entwicklung gelingen kann.

Lehrerinnen und Lehrer erwarten sich vor allem von den fachspezifisch optimierten Werkzeugen in der Hand jeder Schülerin und jedes Schülers einen positiven Einfluss auf den Lernerfolg. Den fachübergreifenden Werkzeugen wird dies wohl aufgrund der fehlenden geeigneten Konzepte weniger zugetraut, mit Ausnahme der fachunabhängigen Medien wie interaktive Whiteboards und Digitalprojektoren. Die Investitionsbereitschaft der Eltern wird von 50% der befragten Lehrkräfte zwischen 50 und 120 Euro im Jahr geschätzt. Digitale Verlagsangebote werden häufiger genutzt als lehrerspezifische soziale Medien. Im Bereich der Fortbildungen wird von allem etwas mehr, vor allem aber mehr an schulinternen Lehrerfortbildungen gewünscht.

Den Lehrkräften ist das bloße Messen von Kenngrößen wie „Anzahl der Schüler pro Computer“ wohl eher egal. Wichtig ist ihnen, die geringen verfügbaren finanziellen Mittel klug und verantwortungsbewusst einzusetzen. Für die weitere Entwicklung bedeutet dies, sein Augenmerk auf Medien zu richten, die nachweislich einen verbesserten Kompetenzerwerb im jeweilig unterrichteten Fach erwarten lassen. Der Begriff Nachweis geht hier über die eher anekdotische Aktionsforschung hinaus, sondern meint wissenschaftlich stichhaltige Längs- und Querschnittstudien. Dazu wären z.B. die medienspezifischen Aspekte der Großprojekte wie Sinus nochmals genauer zu betrachten oder auch die M3-Studie in Bayern oder CALiMERO in Niedersachsen.

Notwendig erscheint auch, auf eine zunehmende Verschränkung der digitalen Medien, ja der verschiedenen Medien und Unterrichtsmethoden überhaupt, hinzuwirken. Es kann zukünftig am wenigsten um ein Ausspielen der einen Technologie gegen eine andere gehen, auch ein loses nebeneinander muss Geschichte sein. Erfolgversprechend ist einzig der kluge Medienverbund, das Verknüpfen der Stärken zur Kompensation der jeweiligen Schwächen. Zu diesem Verbund gehören ausdrücklich die digitalen Medien ebenso wie die gedruckten, ‚moderne’ Unterrichtsformen geradeso wie ‚traditionelle’, medienintensive Phasen im Unterricht in gleicher Weise wie medienfreie.

Wenig überraschend ist der Wunsch nach mehr Lehrerfortbildung. Davon kann es offenbar gar nicht zu viel geben. Grundsätzlich scheinen alle Anbieter gefordert, doch wird von den innerschulischen Fortbildungen eine besondere Qualität erhofft. Nur diese sind wohl geeignet den lokalen schulischen Bedürfnissen individuell gerecht zu werden. Vorbei scheint zudem die Zeit, in der technisches Detailwissen isoliert weitergegeben werden konnte. Zukünftig wird es entscheidend sein, in Unterrichtskonzepten zu denken und seine Teilbeiträge in ein größeres Ganzes einzubetten.

Was wir also brauchen, ist ein vorurteilsfreies Aufeinanderzugehen und eine intensives Miteinander der an Bildung interessierten Kräfte. Diejenigen, denen dies besser gelingt als anderen, gehört die Zukunft.

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