Stephan Griebel

Einsichten, Aussichten und anderes

Archive for November 2011

Der Graf der Graphen

Posted by sjgriebel - 24. November 2011

Der Graf der Graphen

Der Graf der Graphen

Alain Hertz: Der Graf der Graphen

Kriminalistische Verwicklungen mit mathematischer Pointe

Diebstahl, Raub, Betrug, Erpressung – dass es sich nicht immer gleich um Mord drehen muss, wenn’s spannend sein soll, dass ist aus der Fernsehserie Schwarz Rot Gold dem ein oder anderen noch bekannt. Und das man auch Mathematik zum Lösen von Kriminalfällen gut gebrauchen kann, erfährt man unterhaltsam aber vielleicht nicht ganz so ernst zu nehmend in Numb3rs – Die Logik de Verbrechens. Dass Kommissar Manori nun aber alleine aufgrund graphentheoretischer Überlegungen seine Fälle löst, ist erfrischend.

In neun Kapiteln wird der Leser auf unterhaltsame Weise in die Graphentheorie eingeführt. Ein Mathebuch ganz ohne Formeln. Sehr empfehlenswert.

Alain Hertz: Der Graf der Graphen, 192 S, Br., erschienen bei Vieweg+Teubner unter ISBN: 978-3-8348-1814-0

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Mathematik und Der Herr der Ringe

Posted by sjgriebel - 23. November 2011

Auf der Suche nach Spuren von Mathematik im Herr der Ringe selbst bin ich nur wenig fündig geworden. Drumherum findet man aber die ein oder andere Perle.

Da gibt es die Ringe selbst: einen für Sauron, drei für die Elben, sieben für die Zwerge und neun für die Menschen. Ob die Symmetrie zur fünf beabsichtigt ist, weiß ich nicht zu sagen. Desweiteren: Die neun Gefährten und die neun Ringgeister; Drittes Zeitalter; drei Bände bestehend aus sechs Büchern; Bilbos ein und elfzigtser Geburtstag; Entfernungen die häufig als Zeiten angegeben werden; und dergleichen mehr. Zieht man das Silmarillion noch mit hinzu, kann man die drei Silmaril, die sieben Palantiri und anderes mehr ergänzen.

Tolkien hat aber nicht nur Sprachen und Schriften wie das Sindarin entworfen, sondern sich in diesem Zusammenhang offenbar auch mit den Zahlsystemen der verschiedenen Völker Mittelerdes beschäftigt. Eine interessante Zusammenfassung über die teils im Dezimal- teils im Duodezimalsystem entwickelten Zahlen bietet die Seite Eldarin Numerals.

Der Lord of the Rings Mathe-Blog bietet eine Handvoll eingekleideter Aufgaben, wird aber seit 2008 nicht weitergeführt. Eingekleidete Aufgaben bietet auch die deutsche Seite Hobbit Mathematik.

Ganz anders das Plädoyer, dass doch auch Elben, die die Natur doch lieben, sich mehr mit der Sprache der Natur – Mathematik – beschäftigen sollten: Why don’t Elves do Calculus?

Und wer zum weiderholten male über Polstellen hinweg integriert, der sei auf Gandalf rules! verwiesen.

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Von Nichtschwimmern – oder: Wohin führt uns der Tablet Hype?

Posted by sjgriebel - 18. November 2011

Die DLRG stellt gemeinsam mit Emnid in einer Umfrage fest, dass die Anzahl der Nichtschwimmer unter den Kindern offenbar zunimmt. Dies hat mich verwundert, wo die allenthalben verbreiteten Spassbäder doch eigentlich viel mehr Familien ins Schwimmbad locken müßten, als es die früheren Sportbäder je konnten.  Vielleicht tun sie es ja auch, doch schwimmen, nein schwimmen tut man dort nicht. Man geht zwar gerne in die Spassbäder (= gestiegene Motivation) und bewegt sich mit großer Freude im Wasser (= hoher Grad an Aktivität) und das auch mit anderen (=sozial). Nur mit dem Schwimmen, ja, da ist das so eine Sache…

Früher gab es keine Spassbäder, sondern nur richtige Schwimmbäder. Die waren zwar langweilig, aber man schwamm. Was hätte man dort auch sonst machen sollen? Kaltes Wasser läßt sich schwimmend leichter aushalten. Und ausserdem waren die Becken so tief, dass alleine dies bereits zu Schwimmbewegungen anregte. Und so kam, was kommen musste, man lernte schwimmen.

Aktuell plagt mich die Frage, ob dies eine passende Analogie zum gegenwärtigen Tablet-Hype ist.  Man planscht sich hyperaktiv durch immer neue Apps. Man ist super motiviert, weil’s richtig Spass macht. Und, weil’s alle gemeinsam und zusammen machen, ist’s auch noch total sozial. Nur mit dem Lernen, ja, da ist das so eine Sache…

Genügt die eine App, wo doch die nächste noch viele coolere nur ein paar Klicks entfernt ist? So wie die Spassbäder immer einen neuen Kick bieten müssen, um bestehen zu können. Lernerfolg egal; Spass muss sein, sonst geht die Motivation in den Keller. Bei Nirvana hiess es „Entertain us“. Schule also als große Entertainment Show? Ist es das, worauf wir zusteuern? Wohin führt uns der Tablet-Hype?

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Informationssouveräne Bürger – eine Vision für 2020

Posted by sjgriebel - 18. November 2011

Da diskutiert man lang und breit und tief die Informationsgesellschaft und kommt doch nicht drauf, einfach mal bei denen nachzufragen, die in institutionalisierter Form heute bereits Information öffentlich bereitstellen – den Bibliotheken nämlich – was diese zur Informationsgesellschaft zu sagen haben. Auch auf die Gefahr, mich als der letzte Unwissende zu outen, möchte ich doch auf die

Vision 2020: Informationssouveräne Bürger in Bildung, Beruf und Gesellschaft

des Bibliothek & Information Deutschland (BID) – Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheks- und Informationsverbände e.V. hinweisen.

Gestern Abend wurde ich am Rande einer Veranstaltung der Initiative Keine Bildung ohne Medien auf diesen Verband und seine Forderungen aufmerksam. Hinsichtlich schulischer Bildung bedeutet „informationssouverän“ unter anderem:

  • Ein informationssouveräner Schüler erwirbt die seinem Alter entsprechenden Kenntnisse der Informationsrecherche aus digitalen wie analogen Quellen. Diese bilden die Basis für seinen Erfolg im Unterricht, da er Suchergebnisse kritisch hinterfragen, gewichten, reflektieren und nutzen kann. Er geht sparsam mit der Weitergabe persönlicher Daten um.
  • Eine informationssouveräne Lehrerin bringt ihre in der Ausbildung erworbene Informations- und Medienkompetenz in die methodisch-didaktische Vorbereitung des Unterrichts oder von Schulpraktika ein. Sie optimiert damit nicht nur ihre eigenen Unterrichtsangebote, sondern kann ihr operatives Wissen auch an ihre Schüler weitergeben.
  • Ein informationssouveräner Studierender wendet die in seiner Schullaufbahn erworbenen Grundkenntnisse an und nutzt die bestehenden Angebote im Bereich der Informations- und Medienkompetenz zur Optimierung seines Studiums.
    (Quelle: Medien- und Informationskompetenz, BID, 2011, S. 5, Download der Broschüre)

Eine schöne Vision, oder?

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Pi hörbar machen mit dem Pi Sequencer

Posted by sjgriebel - 12. November 2011

Die Ziffernfolge von Pi hörbar gemacht mit dem Pi Sequencer.

Meine Lieblingsparameter: alle geraden Ziffern als Drums, alle ungerade Ziffern als Bass. Oder Guitar und Mute.  Unterstreicht die Unregelmäßigkeit der Ziffernfolge besonders gut.

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Mathe bei YouTube – DorFuchs

Posted by sjgriebel - 12. November 2011

DorFuchs erklärt einige Klassiker der Schulmathematik musikalisch unterlegt. Unbedingt bookmarken!

Binomische Formel

Die √2 ist irrational

Polynomdivision

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